1965: Einige Jungs aus St. Michael sind von den Songs einer Band aus Liverpool (I want to hold your hand…) begeistert. Wahnsinn! Klingt irgendwie ganz anders als Freddy Quinn oder was man sonst noch im Radio hört. Ö3 war längst noch nicht geboren. Also besorgen sie sich laufend die neuesten Singles von Beatles & Co und machen mit ihren Stromgitarren jede Menge Krach in der Garage.
1966 ist es dann soweit: die ersten Auftritte der „EARLS“ begeistern eine immer größer werdende Fangemeinde.
1967 ist die Besetzung gefunden, die für die nächsten drei Jahre den Erfolg der Earls ausmachen:
Rudolf Gratzl (Gesang), Werner Jandrisevits (Gitarre, Gesang), Richard Matisovits (Gitarre, Gesang), Franz Unger (Bass), Stefan Plank (Orgel; Piano), Gerhard Sulyok (Schlagzeug).
Im Jahr 2000, also mehr als 30 Jahre nach dem letzten Auftritt der legendären EARLS, findet in St. Michael ein EARLS-Revival-Konzert statt. Und es war wie in alten Zeiten: ein zum Bersten gefüllter Saal mit treuen EARLS-Fans feiert bei längst verloren geglaubten Klängen bis in den frühen Morgen.
Aufhören oder gar weitermachen? Richard, Gerhard und Fery wollen jedenfalls weiter Musik machen. Sie holen sich zwei exzellente junge Musiker, die ebenfalls die Musik der 60er Jahre schätzen: Thomas Stimpfl (Gitarre, Gesang) und Franz Kaltenecker (Keyboards, Gesang). Jetzt wird es im Proberaum richtig eng. Etliche Gitarren, Verstärker und jede Menge Keyboards müssen untergebracht werden. Schließlich findet man in Emmi Hanzl den idealen Sänger für die Musik der roaring Sixties. Die EARLS sind wieder komplett.
2009: So viele Auftritte wie noch nie seit dem Neustart. Was macht den Erfolg der EARLS aus? Eine zusammengeschweißte Truppe, Musiker mit Leib und Seele, die für ihr Publikum das Letzte geben.
Dass es die EARLS nach so vielen Jahren noch immer gibt, ist vor allem ihrem Manager Franz Matisovits zu verdanken, der seit den Anfängen die Band als gute Seele zusammenhält.
